Seite wählen

von | 26.04.2020 | 0 Kommentare

Würdest du nicht gerne in der Lage sein, deine schlechten Gefühle einfach loszulassen und dich gut fühlen zu können? Wenn ja, habe ich hier die Lösung, nach der du schon immer gesucht hast.

Unsere Emotionen sind der Ausdruck unseres Körper darüber, wie sehr wir in Übereinstimmung mit dem leben, was wir wollen. Fühlen wir uns gut, sind unsere Bedürfnisse erfüllt. Fühlen wir uns schlecht, sind unsere Wünsche teilweise oder vollständig unerfüllt.

Damit wir uns wieder besser fühlen können, besteht für viele die einzige Möglichkeit darin, die äußeren Umstände zu verändern.

Jedoch ist das nur eine gute Lösung, wenn das gelingt und auch nur solange, bis der Zustand sich wieder verändert.

Das Problem ist, dass dies, wenn überhaupt, nur vorübergehend hilft, da unser Wohlbefinden immer von unseren äußeren Umständen abhängt.

Was aber würde passieren, wenn wir glücklich und zufrieden wären, unabhängig davon, was um uns herum geschieht?

Wenn du meinen Artikel „9 Bewusstseinsstufen die du kennen musst, um erfüllt und glücklich leben zu können” gelesen hast, weißt du, dass es verschiedene Bewusstseinsebenen gibt. In den unteren Ebenen fühlen wir uns von der Welt getrennt und haben ein Gefühl des inneren Mangels. Auf den oberen Ebenen fühlen wir uns mit der Welt verbunden und erleben ein Gefühl des inneren Überflusses. Spürbar wird dies dadurch, dass wir uns die meiste Zeit großartig fühlen.

Jetzt müssen wir nur noch klären, wie wir dort hinkommen. Ein Bewusstseinszustand von Akzeptanz und Frieden lässt sich nicht einfach durch Handeln alleine erreichen. Ganz im Gegenteil: Im Außen irgendetwas zu tun, ist überhaupt nicht notwendig (auch wenn es unter Umständen hilfreich sein kann). Die Lösung liegt primär in der Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen.

Akzeptanz – das Allheilmittel

Eine Emotion ist eine sich in Bewegung befindende Energie (engl. energy in motion) in unserem Körper. In einem natürlichen Zustand des Überflusses und der Akzeptanz kann sich diese Energie frei und uneingeschränkt bewegen, bis sie sich letztendlich auflöst. Befinden wir uns im Mangel, versuchen wir die positiven Emotionen festzuhalten und die negativen loszuwerden. Dadurch entwickelt sich ein Widerstand zu dem was ist, was dazu führt, dass wir den freien Fluss dieser Energie verhindern. Sie stagniert und der Körper speichert sie in seinen Zellen. Das ist problematisch, da die Qualität unseres Lebens umso besser wird, desto freier diese Energien in uns fließen können.

Solange der Widerstand aufrechterhalten wird, bleibt die Energie in unserem Körper. Nun können äußere Umstände uns jederzeit triggern, die Emotion aktivieren und in unser Bewusstsein holen. Jedes Mal haben wir dann die Chance, diese aufzulösen. Gelingt uns das nicht, wird sie wieder unterdrückt, bis sie durch eine ähnliche Situation zurückkehrt.

Auflösen lassen sich Emotionen, indem wir sie bewusst anschauen, akzeptieren und annehmen. Dies wird auch als Loslassen bezeichnet. Aber das, was ist zu akzeptieren, ist oftmals leichter gesagt als getan. Denkt dabei nur an den Verlust eines geliebten Menschen, Krankheiten oder große finanzielle Probleme. Manchmal nicht so einfach.

Hier ist meine Liste von 8 Techniken, die dir dabei helfen werden, dich endgültig von deinen negativen Emotionen zu befreien.

1. Bewusst beobachten

So einfach es klingt, aber manchmal ist das alles, was es braucht. Setze dich einfach hin, schließe die Augen, fühle in deinen Körper hinein und sei der Beobachter deiner Emotionen. Lass einfach alles zu.

Um dir dabei zu helfen, frage dich selbst: „Was fühle ich gerade?“, „Wo fühle ich es?“ und “Wie fühlt es sich an?“. Sei neugierig wie ein kleines Kind und nimm wahr, was immer sich dir zeigt. Wenn du erstmal nichts wahrnimmst, ist das übrigens gut. Warte einfach ab und beobachte weiter. Falls du einen inneren Widerstand spürst, schaue, ob du auch ihn annehmen und einfach beobachten kannst.

Gelingt dir das, wirst du nach kurzer Zeit feststellen, wie sich deine Emotionen in dir nach und nach verändern und leichter werden.

Für viele von uns ist es gar nicht so einfach, wahrzunehmen, was in einem vor sich geht. Als Übung und auch als regelmäßige Praxis, möchte ich euch daher diese geführte Meditation aus dem Yoga Nidra empfehlen. Sie führt dich durch deinen ganzen Körper, sodass du dich vollkommen auf die Wahrnehmung fokussieren kannst. Eine große Hilfe, vor allem am Anfang.

2. Sedona Methode

Eine andere Möglichkeit, Emotionen loszulassen, besteht darin, sich die folgenden Fragen zu stellen:

Was ist das jetzige Gefühl und kann ich es annehmen?
Kann ich es loslassen?
Würde ich es loslassen?
Und wann?

Nachdem du dir diese Fragen gestellt hast, werde zum Beobachter und nimm wahr, was in dir geschieht. Nach einem kurzen Moment solltest du eine Veränderung wahrnehmen können. Du kannst diese Fragen mit jedem neuen Gefühl, das in dir hochkommt, wiederholen.

Es geht dabei nicht darum, alle Fragen mit „Ja“ und „Jetzt“ zu beantworten. Es geht darum, vollkommen ehrlich und kongruent mit sich selbst zu sein. Sobald du komplett ehrlich mit dir bist, ohne es richtig oder falsch zu machen, wird sich das Gefühl verändern.

3. Sedona Methode abgewandelt

Alternativ kann auch eine abgewandelte Version der Fragen dabei helfen, ein Gefühl loszulassen:

Was ist das jetzige Gefühl und kann ich es annehmen?
Kann ich es loslassen?
Kann ich mehr loslassen?
Kann ich noch mehr loslassen?
Und noch mehr?
… (bis zur Auflösung)

Spüre nach jeder Frage in dich hinein. Nimm wahr, was ist und beobachte, was sich verändert.

Nach und nach sollte sich das Gefühl immer leichter anfühlen.

4. Verstärkung der negativen Emotion

So unlogisch es auch klingen mag, aber die bewusste Entscheidung, ein Gefühl stärker zu machen, kann dich davon befreien.

Steigere dich so gut du kannst in die Emotion hinein, bis sie sich verändert bzw. auflöst.

Indem du dich bewusst dafür entscheidest, das Gefühl zu verstärken, hörst du auf, es loswerden zu wollen. Erinnere dich an meine Worte vom Anfang. Es geht darum, jeglichen Widerstand abzubauen, um eine Veränderung zu erlauben.

5. Wechseln zwischen den Gegenteilen

Alles in dieser Welt hat ein Gegenteil. Es gibt hell und dunkel, positiv und negativ, glücklich und traurig, stark und schwach, gesund und krank, etc. Wir könnten die Liste endlos fortsetzen.

Hast du ein negatives Gefühl, finde das gegenteilige, positive. Dabei kann es dir helfen an eine Situation zu denken, in der du dich schon einmal so gefühlt hast. Wechsle dann zurück zum negativen Gefühl und wiederhole den Prozess, bis sich der Unterschied in der Wahrnehmung der Gegenteile auflöst und sich beide Seiten gleich anfühlen. Lasse dir dabei Zeit und erlaube dir jeweils einen Moment auf jeder Seite, um bewusst wahrzunehmen, wie sie sich anfühlt, bevor du wieder zur anderen wechselst.

6. Ersetzen durch Liebe

Spüre in dich hinein und nehme das aktuelle Gefühl war. Stelle dir dann die Frage, ob du die gegenwärtige Emotion durch Liebe ersetzen kannst. Wiederhole diese Frage und beobachte jedes Mal, was sich in dir verändert.

Es kann sein, dass erst einmal nichts passiert oder sich das Gefühl nicht direkt in Liebe verwandelt. Beurteile es nicht. Mache einfach weiter. Mit Geduld wirst du dort ankommen.

7. Eintauchen in die Emotion

Fühle, wo die Emotion in deinem Körper sitzt. Stelle sie dir wie eine überdimensional große Kugel vor und beginne zum Zentrum vorzustoßen. Während du immer tiefer zum Kern vordringst, tauchen in deinem Kopf Gefühle, Erinnerungen, Bilder und Sätze auf. Lasse sie einfach an dir vorbeiziehen und mache weiter. Nach und nach wird sich das Gefühl immer leichter anfühlen, bis ein Zustand von Frieden erreicht ist.

8. Röhrchen

Eine negative Emotion drückt sich oftmals als Anspannung oder Druck an einer bestimmten Stelle unseres Körpers aus. Stelle dir an dieser Position ein Röhrchen vor, durch das diese abfließen kann. Nach und nach sollte es sich immer leichter anfühlen, bis sie sich komplett auflöst.

Es ist wie Krafttraining

Das was ich hier beschreibe mag einfach erscheinen. Sei jedoch nicht überrascht, wenn es zu Beginn gar nicht funktioniert oder du nicht gleich den Effekt erzielst, den du gerne hättest. Du kannst dir das wie Krafttraining vorstellen. Hast du noch nie trainiert, bist du vermutlich nicht in der Lage, große Gewichte zu stemmen. Du fängst daher mit kleinen Gewichten an und erhöhst sie stetig. Nach einiger Zeit kannst du dann Gewichte verwenden, die dich vor einigen Wochen und Monaten noch komplett überfordert hätten.

Erwarte daher nicht, dass du direkt in der Lage sein wirst, tiefsitzende Verletzungen und Traumata auf Anhieb auflösen zu können.

Beginne mit scheinbar banalen Kleinigkeiten, die dich in deinem Alltag stören. Nach einer Weile solltest du merken, dass du diese immer leichter loslassen kannst, vielleicht sogar direkt in dem Moment, in dem sie passieren. Das ist grundsätzlich eine Gewohnheit, die ich jedem von euch ans Herz legen möchte. Den es gibt nichts, was es rechtfertig, sich dafür schlecht zu fühlen.

Gleichzeitig kannst du dir nach und nach Themen vornehmen, die dich mehr belasten. Um zu entscheiden, welches Thema für dich aktuell gut geeignet ist, frage dich, wie schwerwiegend es sich auf einer Skala von 1-10 anfühlt (1 belastet dich quasi nicht, 10 ist komplette Überforderung). Suche dir Themen auf dem Niveau von 4-5 und löse sie auf.

Das mag dir vielleicht zu wenig vorkommen. Aber es ist gar nicht das Ziel immer Themen im 8-10er Bereich zu lösen. Das wäre wie tägliches Training mit Maximalgewicht. Durch die wiederholte Übung wird sich deine Kapazität, mit stärkeren Emotionen umzugehen, erhöhen und eine 4-5 heute ist dann vielleicht nur noch eine 2-3. Du wirst also automatisch immer schwerwiegendere Emotionen betrachten, auch wenn es dir gar nicht so vorkommt.

Loslassen ist eine Kunst

Erwarte auch nicht, nur weil die eine Technik heute funktioniert hat, dass sie beim nächsten Mal wieder funktioniert. Sobald sie Mittel zum Zweck wird, hört sie auf zu funktionieren. Daher würde ich „Loslassen“ auch eher als Kunst als als Wissenschaft bezeichnen. Spüre also in dich hinein und achte auf deine Intuition. Sie weiß, was nötig ist, um mit dem, was in diesem Moment vor sich geht, umzugehen.

Mache dich nicht schlecht

Wie im vorherigen Kapitel angedeutet, mag es sein, dass du nicht direkt in der Lage sein wirst, eine negative Emotion überhaupt zu verändern oder komplett auf einmal aufzulösen. Verurteile dich nicht dafür. Dies würde es letztendlich nur schlimmer machen, da dies nur eine neue negative Emotion ist, die du in dir festhältst.

Es geht darum aufzuhören, dem was ist, Widerstand zu leisten. Das bedeutet: Lasse das Bedürfnis los, überhaupt etwas verändern zu müssen. Akzeptiere das was ist, auch wenn es bedeutet zu akzeptieren, dass das Gefühl jetzt erst einmal bleibt. Sobald du dazu in der Lage bist, kannst du darauf warten, dass es sich verändern wird.

Ich wünsche dir den größtmöglichen Erfolg bei der Anwendungen dieser Techniken. Richtig angewandt, werden sie dein Leben zum Besseren verändern.

Wenn du weitere Fragen hast, kontaktiere mich einfach und wenn dir gefällt, was du liest, teile es gerne mit deinen Freunden. Es könnte auch ihr Leben zum Besseren verändern.

Lebe authentisch! Sei großartig!

Dein Tim

0 Kommentare

Trackbacks/Pingbacks

  1. Warum Manifestieren bei dir nie funktioniert hat | Tim Schröder - […] von Widerständen, bevor wir Maßnahmen ergreifen. Das kann durch die Anwendung der in “Loslassen – 8 einfache Wege zu einem…

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.